Bartmeise (Panurus biarmicus))

Bartmeise
Bartmeise um Uferschilf

Artenbeschreibung

Die Bartmeise, auch als Bearded Tit oder Schwanzmeise bekannt, ist ein faszinierender Singvogel, der in Europa und Asien heimisch ist. Ihr wissenschaftlicher Name, Panurus biarmicus, mag kompliziert klingen, aber diese Vögel sind in der Vogelwelt einzigartig. In vielen Kulturen rund um den Globus haben sie einen besonderen Platz in der Mythologie und wurden sogar als Wappentiere verwendet. Die Bartmeise ist ein Symbol für Anmut und Freiheit und fasziniert Vogelbeobachter und Naturfreunde gleichermaßen.

Körperliche Merkmale:

Die Bartmeise ist eine kleine bis mittelgroße Singvogelart und erreicht eine Körperlänge von etwa 14 bis 16 Zentimetern. Ihr auffälligstes Merkmal ist der namensgebende Bart, der aus langen, schwarzen Federn an den Wangen besteht. Die Bartmeise hat ein graubraunes Gefieder mit zarten rosafarbenen Flanken. Ihr Schwanz ist kurz und keilförmig, und sie hat auffällige schwarze Augenstreifen. Die Männchen und Weibchen sehen ähnlich aus, aber die Männchen haben oft etwas längere Bärte.

Volksmund:

Dieser Singvogel hat im deutschen Volksmund einige interessante Namen. Neben „Bartmeise“ werden sie auch als „Bartvogel“ oder „Schwanzmeise“ bezeichnet. Diese Namen leiten sich offensichtlich von ihrem auffälligen Bart und ihrem charakteristischen Schwanz ab.

Mögliche Unterarten:

Die Bartmeise hat mehrere Unterarten, darunter die europäische Bartmeise (Panurus biarmicus biarmicus) und die asiatische Bartmeise (Panurus biarmicus russicus). Diese Unterarten unterscheiden sich leicht in ihrer Verbreitung und ihren Gefiedermerkmalen.

Ähnliche Arten:

Obwohl der Vogel eine einzigartige Erscheinung hat, kann sie leicht mit anderen Meisenarten verwechselt werden, insbesondere mit der Schwanzmeise. Die Schwanzmeise hat ebenfalls einen langen Schwanz, aber keinen Bart, und ihr Gefieder ist weniger auffällig.

Verhalten:

Die Bartmeise ist ein geselliger Vogel, der in Gruppen lebt. Sie sind oft in Schilfgebieten und Feuchtgebieten anzutreffen, wo sie geschickt zwischen den Pflanzen herumklettern, um nach Insekten und Samen zu suchen. Während der Brutzeit zeigen die Männchen beeindruckende Flugakrobatik, um die Weibchen zu beeindrucken. Die natürliche Fluchtdistanz der Bartmeisen ist relativ gering, was es Vogelbeobachtern ermöglicht, ihnen recht nah zu kommen.

Ernährung:

Die Bartmeisen sind Allesfresser und ernähren sich hauptsächlich von Insekten und deren Larven, Samen und kleinen Wasserpflanzen. Ihre Nahrungssuche erfolgt meist in den Schilfgebieten, wo sie geschickt nach Beute suchen.

Paarungsverhalten:

Während der Paarungszeit führen die männlichen Bartmeisen im Flug beeindruckende Flugshows auf, um die Weibchen anzulocken. Die Weibchen bauen dann in dichten Schilfnestern ihre Nester und legen ihre Eier. Die Brutzeit erstreckt sich von April bis August, und die Eltern versorgen die Jungen gemeinsam. Die jungen Bartmeisen sind nach etwa einem Monat flugfähig.

Tragzeiten und Brutzeiten:

Ein typischer Bartmeisenwurf kann bis zu sechs Eier enthalten, und die Eltern versorgen die Jungen etwa vier bis sechs Wochen lang, bis sie flugfähig sind. Statistisch gesehen erreichen viele Jungvögel die Geschlechtsreife im zweiten Lebensjahr.

Habitat:

Schilfgebiete an Seen und Flüssen. Die Bartmeise ist auf dichte Schilfbestände spezialisiert, in denen sie Nahrung findet und nistet.

Besonderheiten:

Was den hübschen Vogel wirklich auszeichnet, ist ihr einzigartiges Erscheinungsbild mit dem auffälligen Bart der Männchen und ihrem anmutigen Verhalten während der Paarungszeit. Diese Vögel sind in der Vogelwelt einzigartig und ziehen Vogelbeobachter mit ihrer Schönheit und Anmut in ihren Bann.

Tipps für Naturfotografen:

Um die Bartmeise zu fotografieren, ist Geduld und ein gutes Teleobjektiv von Vorteil. Sie leben in dichten Schilfgebieten, daher ist es ratsam, sich leise und unauffällig zu bewegen. Ein Tarnzelt kann helfen, um sich den Vögeln unbemerkt zu nähern. Außerdem sollte man auf die richtige Lichtverhältnisse achten, um die Farben ihres Gefieders optimal einzufangen. Ein Stativ kann auch bei der Stabilisierung der Kamera helfen, um klare Bilder zu erhalten.
Ich hatte die Bartmeisen zuerst nur am Darss an der Ostsee fotografiert. Doch nun sind sie auch schon in meinem Heimatrevier am Steinhuder Meer zu fotografieren. Die gezeigten Fotos sind also aus Niedersachsen.

Bartmeise-Weibchen
Weibliche Bartmeise im Schilf
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