Erdkröte (Bufo bufo)

Erdkröte

Artenbeschreibung

Im zarten Dämmerlicht der Dämmerung tritt sie aus dem Verborgenen: die Erdkröte (Bufo bufo), eine Amphibienart, die uns sowohl durch ihre biologische Einzigartigkeit als auch durch ihre Präsenz in Mythen und Folklore fasziniert.


Sie gehört zu den Geschöpfen, die eine zweideutige Rolle in der kulturellen Wahrnehmung spielen, indem sie sowohl Aspekte der Vertrautheit als auch des Mysteriösen verkörpert. Der unscheinbare Anblick einer Erdkröte, die sich mit bedächtiger Gelassenheit auf ihrer Wanderung zu Laichgewässern vorwärts bewegt, mag bescheiden erscheinen, doch ihre Präsenz hat im Laufe der Jahrhunderte weit über die realen Grenzen ihrer bescheidenen Existenz hinaus Wirkung gezeigt.

In verschiedenen kulturellen und historischen Kontexten wurde und wird der Kröte eine Vielzahl von Bedeutungen zugeschrieben, von Glücksbringer und Heilerin bis hin zur Hexe oder dem Symbol des Unbekannten und Magischen. In europäischen Märchen und Sagen finden Kröten oft Erwähnung als mystische Wesen oder Verwandlungsobjekte. Ein berühmtes Beispiel ist sicherlich der Froschkönig, in welchem ein Kuss die Verwandlung auslöst.


Obwohl hier eher Frösche die Protagonisten sind, wurden und werden sie in der Alltagssprache und kulturellen Referenzen oft mit Kröten vermischt oder verwechselt. In verschiedenen Kulturen kann die Erdkröte zudem aufgrund ihrer Fähigkeit, sowohl an Land als auch im Wasser zu leben, als Symbol für Dualität und Anpassungsfähigkeit angesehen werden.
 
Betrachtet man die Namensgebung, so verweist der Name „Bufo bufo“ auf die Gattung der Echten Kröten, während der Trivialname „Erdkröte“ ihre bodennahe Lebensweise unterstreicht.
 
Auch wenn sie vielleicht nicht direkt als Wappentier in der Heraldik aufscheint, so verwebt die Erdkröte dennoch als stilles, doch unverkennbares Wesen das Tapestry unserer Natur und Kultur.
Mit ihrer unauffälligen Erscheinung und ihrer besonderen Lebensweise wirft die Erdkröte einen Blick in die Tiefen unserer kollektiven Imagination und Naturerfahrung, indem sie auf subtile Weise sowohl den Wandel der Jahreszeiten als auch unsere eigenen, oftmals widersprüchlichen Ansichten über das Natürliche und Übernatürliche repräsentiert.
 
Körperliche Merkmale:

Die Erdkröte ist eine mittelgroße Kröte mit einer warzigen Haut, die in verschiedenen Brauntönen gefärbt ist. Ihre Augen sind goldfarben mit senkrechten Pupillen.

 

Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen:
Die Weibchen sind in der Regel größer als die Männchen und haben eine runderen Körper. Während der Paarungszeit entwickeln die Männchen dunklere Schwielen an den Fingerflächen.

Verhalten:
Erdkröten sind nachtaktiv und verbringen den Tag oft in Verstecken. Während der Paarungszeit begeben sie sich zu Laichgewässern.

Ernährung:
Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten und anderen kleinen wirbellosen Tieren.

Nachwuchs:
Die Weibchen legen lange Laichschnüre in Gewässern ab. Die Kaulquappen schlüpfen nach einigen Tagen und entwickeln sich zu Jungkröten.

Paarung und Eiablage:
Die Paarung und Eiablage erfolgt im Frühjahr, meist nach Regenfällen.

Fluchtdistanzen:
Erdkröten sind nicht besonders flink und flüchten bei Gefahr meist in ihre Verstecke.

Lebensweise:
Sie bewohnen eine Vielzahl von Lebensräumen, von Wäldern bis zu Gärten und städtischen Gebieten.
Paarungsverhalten:
Während der Paarungszeit sammeln sich die Kröten an Laichgewässern. Die Männchen rufen und umklammern die Weibchen in einem Amplexus, um die Eiablage zu ermöglichen.

Habitat:

Wälder, Gärten, Parks mit Feuchtgebieten. Erdkröten sind weit verbreitet und passen sich verschiedenen Habitaten an, solange sie Zugang zu Laichgewässern haben.

Besonderheiten:
Erdkröten sind für ihre Warzen und ihre feste, drüsige Haut bekannt. Sie sondern ein giftiges Sekret ab, das Fressfeinde abschreckt.

Artenschutz:
Die Erdkröte ist in vielen Regionen immer noch weit verbreitet, aber der Verlust von Laichgewässern und der Straßenverkehr sind Hauptbedrohungen.
 
Tipp für Naturfotografen:
Um Erdkröten zu fotografieren, besuchen Sie Laichgewässer während der Paarungszeit im Frühjahr.
Nutzen Sie ein Teleobjektiv, um die Tiere aus respektvollem Abstand zu fotografieren, ohne sie zu stören. Fotografieren Sie sie bei Nacht mit Hilfe von Taschenlampen, um faszinierende Aufnahmen ihres Verhaltens zu erhalten.
Paarung der Erdkröten
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